Wien/Frankfurt am Main, am 29. September 2026. Von weiten Flächen über bergiges Terrain bis hin zu einer Millionenstadt: Die regionalen Gegebenheiten der österreichischen Bundesländer könnten unterschiedlicher kaum sein. Auch im Anlageverhalten zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den neun Bundesländern, das ergibt die neueste Datenanalyse von flatex. Der Online-Broker ist mit 420.000 österreichischen Investoren Marktführer hierzulande und hat untersucht, wie viel und in welche Aktien die Anleger aus den jeweiligen Bundesländern investieren.
Im Vergleich der durchschnittlichen Portfoliogrößen führt die Bundeshauptstadt das Ranking an. Die Wiener haben aktuell im Schnitt 41.478 Euro in Aktien investiert und liegen damit auch deutlich über dem gesamtösterreichischen Durchschnitt von 38.229 Euro. Knapp hinter Wien und ebenfalls über dem österreichischen Durchschnitt liegt Niederösterreich mit einer Portfoliogröße von 40.009 Euro. Den neunten und damit letzten Platz belegen die Steirer, sie haben 29.662 Euro in ihrem Portfolio liegen.
Das gesamte Ranking im Überblick[1]:
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Bundesland
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durchschnittliche Portfoliogröße
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Wien
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41 478 €
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Niederösterreich
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40 009 €
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Oberösterreich
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37 277 €
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Tirol
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34 478 €
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Salzburg
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34 204 €
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Vorarlberg
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33 690 €
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Burgenland
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32 905 €
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Kärnten
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30 791 €
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Steiermark
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29 662 €
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ÖSTERREICH
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38 229 €
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Tobias Spreiter, Head of flatex, zu den Daten: „Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass Investmentverhalten auch eine Frage des Umfelds ist. In Wien treffen hohe Einkommen, ein dichtes Finanzangebot und eine junge, digitalaffine Bevölkerung aufeinander, das schlägt sich direkt in den Portfoliogrößen nieder. In stärker ländlich geprägten Bundesländern beobachten wir im Vergleich dazu kleinere Portfolios, woraus sich für uns als österreichischer Marktführer auch ein klarer Auftrag ergibt: Wir wollen mit transparenten Angeboten und niedrigschwelligem Zugang dafür sorgen, dass private Geldanlage in ganz Österreich selbstverständlicher wird, unabhängig davon, ob jemand in der Millionenstadt oder am Land lebt.“
Nvidia österreichweit auf Platz 1
Betrachtet man die konkreten Unternehmen, in welche die Österreicher investieren, findet man zahlreiche Gemeinsamkeiten, angefangen an der Spitze der Rangliste: Nvidia, der US-amerikanische Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen, führt in allen neun Bundesländern das Ranking nach Anlagevolumen an.[2]
Auf Platz zwei gibt es dann bereits die ersten regionalen Unterschiede: Während im Großteil Österreichs weitere Tech-Aktien von Alphabet (Wien, Niederösterreich, Steiermark, Tirol und Vorarlberg) bzw. Microsoft (Oberösterreich) folgen, setzen Salzburgs Investoren mit Palfinger auf ein regionales Unternehmen aus dem eigenen Bundesland. Auch das Burgenland setzt mit der OMV auf einen „Local Player“, während Kärnten die Aktie des Mineralöl- und Erdgasunternehmens Shell setzt.
Die Affinität der Österreicher zu heimischen Aktien beweist ein Blick in die 25 meistinvestierten Aktien im österreichischen Gesamtranking. Neben den erwartbaren Tech-Aktien finden sich dort mit OMV (Platz sechs), AT&S (Platz 15), Wienerberger (Platz 17) und Bajaj Mobility (zuvor Pierer Mobility) (Platz 24) gleich vier regionale Unternehmen wieder.
Vertrauen in Bekanntes zahlt sich aus
Die Beliebtheit heimischer Titel lässt sich dadurch erklären, dass viele der genannten Unternehmen den Österreichern aus dem Alltag vertraut sind. Dieses Naheverhältnis wirkt sich positiv auf die Investitionsbereitschaft aus, auch wenn internationale Tech-Konzerne klar den Ton angeben (17 der 25 beliebtesten Aktien im Landes-Gesamtranking sind Tech-Unternehmen).
Tobias Spreiter, Head of flatex, dazu: „Es freut uns zu sehen, dass österreichische Unternehmen bei unseren Kunden einen so festen Platz im Portfolio haben. Das zeigt, dass Anleger hierzulande nicht ausschließlich auf internationale Trends setzen, sondern auch das Potenzial heimischer Player erkennen und ihnen ihr Vertrauen schenken. Wir sehen darin eine positive Entwicklung, die dem heimischen Kapitalmarkt langfristig zugutekommen kann.“
[1] Datenstand: August 2026
[2] Anmerkung zur Analyse: Zur Bereinigung von Klumpenrisiken und Einzeleffekten wurden Mindestkriterien an die Streuung angelegt. Aktien mit einer Halteranzahl von unter 50 Personen wurden aus der Auswertung nach Anlagevolumen ausgeschlossen, da vereinzelte Großtransaktionen sonst das Gesamtergebnis eines Bundeslandes überproportional verzerren würden