Strapazierter Rasen benötigt nun Pflege (Bild mit KI/ChatGPT erstellt)
Krems, 23. September 2026. In diesem Jahr musste die Natur den heißen Temperaturen Tribut zollen. Die wochenlange Trockenheit schlug sich vielerorts in Form verbrannter Rasenflächen nieder. Dabei ist Rasen, wenn er optimal gesetzt wurde, sehr widerstandsfähig, wie Silvia Seizer, Leiterin Kompost & Erde bei Brantner green solutions, weiß: „In solchen Phasen stellt der Rasen das Wachstum ein und wird oberirdisch braun, die Wurzeln können aber abhängig vom Standort und seinen Rahmenbedingungen bis zu vier Wochen ohne Wasser überleben. Kommt es aber zu sehr lang anhaltenden Trockenperioden und dauerhaft hohen Temperaturen, sterben auch die Rasenwurzeln ab und der Rasen erholt sich nicht mehr.“
Was also können Hobbygärtner nun tun, um den Rasen wieder in Schwung zu bringen und für zukünftige Hitzeperioden zu wappnen? Unmengen an Wasser sind jedenfalls der falsche Weg. „So verwöhnt man den Rasen nur und dieser bildet nur oberflächliche Wurzeln aus. Einfach nur neuen Rasen auszusäen, reicht ebenfalls nicht. Um eine langfristige und nachhaltige Erholung zu erreichen, ist es essenziell, die organische Substanz, sprich den Humus im Boden, zu erhöhen“, rät Seizer.
Frühherbst zur Boden-Revitalisierung nutzen
Der Frühherbst biete sich hierfür an, so Seizer, also wenn die Temperaturen noch konstant über acht bis zehn Grad liegen. „In einem ersten Schritt muss das abgestorbene Material entfernt werden. Dann wird die Erde leicht aufgelockert, Rasenerde oder hochwertiger Qualitätskompost darauf verteilt sowie der Boden gewalzt. Danach verteilt man den Rasensamen gleichmäßig auf der ebenen Oberfläche, überdeckt diesen leicht mit Erde bzw. Kompost und walzt noch mal drüber.“ Während des Keimens ist darauf zu achten, dass die oberste Bodenschicht nicht austrocknet, in den ersten drei bis vier Wochen sollte täglich – bis zu dreimal – gegossen werden, wenn es keinen Niederschlag gibt. Bei der Auswahl des Rasensamens ist zudem darauf zu achten, dass es sich um trockenresistenten Rasen, meist einfach Trockenrasen genannt, handelt. Dieser hält es bis zu vier Wochen und damit fast doppelt so lange wie Spiel- oder Zierrasen ohne Bewässerung aus, bevor optische Trockenschäden auftreten.
Natürlicher Wasserspeicher
Welchen Mehrwert bringt Kompost eigentlich? „Kompost liefert Nährstoffe und düngt den Rasen auf gesunde, biologische Weise, da er auch das Bodenleben fördert. Zusätzlich ist er ein hervorragender Wasserspeicher, da er das Drei- bis Fünffache seines Gewichts an Wasser speichern kann. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass es sich um ausgereiften Kompost – den erkennt man am guten Geruch – handelt“, erklärt Silvia Seizer.
Im Brantner Erdenreich, der modernsten Indoor-Kompostieranlage Österreichs, werden organische Abfälle wie Äste, Laub, Grasschnitt und Küchenabfälle zu hochwertigem und qualitätsgesichertem Kompost verarbeitet. Das Material erhält die nötige Zeit, um unter optimalen Bedingungen zu reifen. Durch die besonders feine Siebung von etwa zehn Millimetern ist es perfekt zur Rasenpflege geeignet.
Silvia Seizer beim Kompost-Qualitätscheck, © Brantner green solutions
Mulch für die restlichen Gartenflächen
Für alle anderen Flächen im Garten wie etwa Pflanzen- und Blumenbeete empfiehlt Brantner-Expertin Silvia Seizer, Mulchmaterial auszubringen: „Dieses schützt den Boden vor der Sonnenstrahlung und minimiert die Verdunstung. Geeignete Mulchmaterialien sind etwa Rindenmulch, Gartenfaser oder Hackschnitzel. Es macht Sinn, darunter ebenfalls Kompost einzuarbeiten, um den Boden widerstandsfähig zu machen.“
Kompost, Rasenerde und die unterschiedlichsten Mulchmaterialien aus dem Brantner Erdenreich und weiteren Kompostieranlagen sind bei Brantner green solutions erhältlich.