Anton Achatz, Geschäftsführer Mer Austria (c)Andreas Friesl
Wien, am 2. November 2026. Mit über 100 Standorten in ganz Österreich zählt Mer zu den Vorreitern im Bereich des kundenzentrierten Ladens. Mit leistungsstarken Schnellladestationen, einem wachsenden Ladenetz und neuen Standortkonzepten lässt sich das Laden direkt in den Alltag integrieren. Warum das im Winter nicht kompliziert sein muss, welche Rolle die richtigen Ladestationen spielen und worauf E-Autofahrer:innen achten sollten, erklärt Anton Achatz, Geschäftsführer von Mer Austria: „Niemand soll sich darum sorgen, ob eine Ladestation gut erreichbar ist, wie die Bezahlung funktioniert und wie man die Ladezeit überbrücken kann. Mit unserem Ladenetz setzen wir genau hier an und erleichtern den Menschen das Laden im Alltag und auf längeren Strecken.“
Mythos 1: Schnellladen funktioniert bei Kälte nicht
Dass bei Minusgraden der Akku eines Elektroautos kaum noch Strom aufnehmen kann, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Das Laden kann aufgrund der niedrigen Batterietemperatur etwas länger als bei wärmeren Temperaturen dauern, ist jedoch mit der Möglichkeit der Vorkonditionierung, also dem Aufwärmen vor dem Schnellladestopp, problemlos möglich. Neben der Batterietemperatur spielt auch die Leistung der Ladestation eine wichtige Rolle. Mer Austria setzt bei seinem Ausbau unter anderem auf moderne Hypercharger, die über eine Ladeleistung von bis zu 600 kW je Ladepunkt verfügen. Wie schnell tatsächlich geladen werden kann, hängt immer vom jeweiligen Fahrzeug ab.
Mythos 2: Im Winter soll man das Fahrzeug vollständig aufladen
Zwar kann die Reichweite bei niedrigen Temperaturen sinken, es ist jedoch nicht automatisch notwendig, die Batterie bei jedem Ladestopp auf 100 Prozent aufzuladen. Viele Fahrzeughersteller empfehlen, die Batterie überwiegend im mittleren Ladebereich zwischen 20 und 80 Prozent zu halten. Diese Empfehlung gilt unabhängig von der Jahreszeit und kann sich positiv auf die Lebensdauer auswirken. Je nach Batterietyp können jedoch andere Vorgaben gelten. Gerade auf längeren Winterfahrten ist es oft sinnvoller, nur so viel Energie nachzuladen, wie für die weitere Strecke samt ausreichender Reserve benötigt wird. Denn mit zunehmendem Ladestand reduziert sich bei vielen Fahrzeugen die Ladegeschwindigkeit, wodurch sich die Ladepause verlängert.
Mythos 3: Die Batterie verliert bei Kälte dauerhaft Leistung
Zwar führen niedrige Temperaturen zu einer Reduktion der Reichweite, allerdings wird die Batterie nicht nachhaltig beansprucht. Durch die Heizung des Innenraums und die Temperierung des Akkus wird zusätzliche Energie benötigt. Wie stark sich dies auf die Reichweite auswirkt, ist jedoch abhängig vom Fahrzeug, der Außentemperatur und dem eigenen Fahrverhalten.
Mythos 4: Längere Reiserouten erfordern eine aufwendige Planung
Mittlerweile erlaubt das dicht ausgebaute Ladenetz eine problemlose Routenplanung mit wenig Aufwand. Umwege und lange Zeit für Ladepausen sind nicht mehr erforderlich, denn die meisten Ladepunkte sind gut erreichbar und liegen an den wichtigsten Verkehrsachsen. Gerade in der kalten Jahreszeit gewährleisten die Standorte von Mer eine angenehme Aufenthaltszeit, denn diese bieten beispielsweise überdachte Ladeplätze, kurze Wege zu Gastronomie oder Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. So wird der Ladestopp nicht nur angenehmer, sondern auch effizienter. Anton Achatz führt aus: „Bei einer guten Ladestation geht es nicht nur darum, wie viel Kilowatt sie liefern kann, sondern auch darum, ob man die Ladezeit für einen Einkauf oder eine Pause im Warmen nutzen kann. Deshalb setzen wir nicht nur auf die modernsten Technologien, sondern bieten dank unseren Partnerschaften einen Mehrwert beim Ladevorgang.“
Mythos 5: Heizen halbiert die Reichweite
Zwar benötigen Elektroautos im Winter mehr Energie, dafür verantwortlich ist aber nicht allein die Innenraumheizung. Auch die niedrigen Batterietemperaturen und der höhere Luftwiderstand tragen zum Mehrverbrauch bei. Wer Energie sparen möchte, sollte nach Möglichkeit die Sitz- und Lenkradheizung nutzen, denn diese benötigt weniger Strom als die Heizung des gesamten Innenraums. Auch das Vorheizen des Fahrzeugs während des Ladevorgangs kann die Batterie auf der anschließenden Fahrt entlasten.
Mer Austria baut sein öffentliches Ladenetz in Österreich laufend aus und setzt dabei sowohl auf leistungsstarke Ladeparks als auch auf Kooperationen mit Handels- und Gastronomieunternehmen. Der Ladepark in Spital am Semmering markierte im Mai 2026 den 100. Standort des Unternehmens in Österreich. Neben moderner Schnellladetechnologie steht dabei vor allem im Mittelpunkt, wie sich das Laden möglichst unkompliziert in den Alltag integrieren lässt. Denn gerade in der kalten Jahreszeit wird deutlich: Entscheidend ist nicht nur, wie schnell ein Elektroauto lädt, sondern auch, wie unkompliziert und angenehm sich der Ladestopp gestalten lässt.