Korneuburg/Wien, am 29. Juli 2026. Zwar liegt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Österreich um 2,6 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, das Insolvenzniveau bleibt insgesamt aber weiterhin hoch. Besonders betroffen sind Handel, Gastronomie und Beherbergung.
1Für kleinere Unternehmen ist es daher wichtiger denn je, sich intensiv mit dem eigenen Produkt, den Zielgruppen und Vertriebskanälen auseinanderzusetzen.
DOCH! stellt seit 2024 in seiner Korneuburger Manufaktur Würzmittel her und verfolgt eine Strategie, die auf mehreren, einander ergänzenden Standbeinen beruht. Statt ausschließlich auf den klassischen Lebensmittelhandel oder den eigenen Onlineshop zu setzen, sucht das Unternehmen bewusst laufend den laufenden Kontakt zu seinen Zielgruppen. Produziert wird dabei regional in Niederösterreich, um kurze Wege, hohe Qualität und den unmittelbaren Austausch mit Kund:innen und Partnern zu ermöglichen.
Auf Geschmack der Kund:innen setzen
Messen, Veranstaltungen und der Verkauf am Marktstand sind bei DOCH! seit der Gründung fixer Bestandteil. Dort kann das Gründerteam seine Produkte persönlich erklären, Feedback einholen und frühzeitig erkennen, welche Geschmacksrichtungen, Anwendungen und Produktformate bei Kund:innen wirklich ankommen. „Gerade als kleines Unternehmen können wir nicht darauf warten, dass sich Meilensteine von selbst ergeben. Wir müssen präsent sein, zuhören und laufend überprüfen, was für unsere Kundinnen und Kunden tatsächlich relevant ist“, sagt Christoph Salomon, Mitgründer der DOCH! Geschmacksmanufaktur. „Der persönliche Austausch ist für uns deshalb nicht nur Marketing, sondern seit Tag eins ein wichtiger Teil unserer Produkt- und Unternehmensentwicklung.“ Die Erkenntnisse aus den Gesprächen fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung des Sortiments, der Verpackungen und der Kommunikation ein.
Mix aus Vertriebskanälen
Neben dem direkten Verkauf an Konsument:innen setzt DOCH! auf zusätzliche B2B-Geschäftsfelder. Dazu zählt der Versand von Kostproben an Unternehmen, die diese als (Weihnachts)Goodies an Mitarbeitende, Kund:innen und Geschäftspartner:innen verteilen. Dadurch kann ein erster Kontakt zur Marke und in weiterer Folge eine längerfristige Kundenbeziehung entstehen. Auch Verkostungen, Kooperationen, Schulführungen durch die Produktion und Filmprojekte machen die Produktwelt von DOCH! erlebbar. Christoph blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: „Bereits zur Jahresmitte konnten wir unseren Umsatz aus dem gesamten Vorjahr übertreffen. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass das Interesse an natürlichen Bio-Gemüsewürzen kontinuierlich wächst. Wir freuen uns auch sehr über die hohe Kundentreue. Rund 45 Prozent unserer Bestellungen stammen mittlerweile von wiederkehrenden Kund:innen. Klar ist aber, dass nicht jede Aktivität sofort zu Umsatz führt. Entscheidend ist, dass die einzelnen Maßnahmen langfristig zusammenspielen und die Marke Schritt für Schritt stärken.“
Lang- statt kurzfristig denken
Die aktuellen Insolvenzzahlen zeigen, dass wirtschaftliche Stabilität nicht allein vom Produkt abhängt und bestätigen DOCH! in seinem Vorgehen. Ziel ist nicht Wachstum um jeden Preis, sondern eine Entwicklung, die organisatorisch und wirtschaftlich mit dem Unternehmen mitwachsen kann, und Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden, Vertriebspartnern oder Trends zu reduzieren. Christoph führt aus: „Langfristiger Erfolg entsteht für uns aus vielen kleinen Schritten. Wir wollen Chancen nutzen, dabei aber beweglich bleiben und unsere Nähe zu den Kundinnen und Kunden nicht verlieren. Genau darin sehen wir eine der größten Stärken kleiner Unternehmen wie unseres.“
1 Unternehmensinsolvenz Q1 2026 | KSV1870