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iteratec Grand Challenge: Wie KI wirklich die Produktivität von Unternehmen steigern kann

Die Teilnehmer:innen der „Grand Challenge Vienna“ von iteratec. Darunter: Obere Reihe: Ana Herrera (1. v. l.), Victor Bannerman-Chedid (2. v. l.), Richard Schmid (3. v. l.), Dr. Barbara Czak-Pobeheim (4. v. l.), Dr. Christoph Völker (7. v. l.) und Michael Maier (8. v. l.). Untere Reihe: Eike Wagner (1. v. l.), Werner Schueler (2. v. l.), Simone Scholz (3. v. l.) und Chris Ehl (4. v. l.).
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Wien, 8. Juni 2026 – Die weltweiten Investitionen in Künstliche Intelligenz erreichen historische Höchststände, doch im Businessalltag zeigt sich ein Paradoxon: Die Produktivität in den Organisationen stagniert.[1] Um das zu ändern, versammelte der IT-Dienstleister iteratec kürzlich in seinem Wiener Office eine hochkarätige interdisziplinäre Runde. Im Rahmen der fünftägigen „Grand Challenge Vienna“ erarbeiteten Führungskräfte aus Wirtschaft, Industrie, Hochschulen und Recht in einem hochintensiven Hypersprint-Format konkrete Betriebsmodelle für die nächste Evolutionsstufe der Wirtschaft: die adaptive „AI-Native Organization“.

Die Teilnehmer:innen der „Grand Challenge Vienna“ von iteratec ©iteratec

„Der Hypersprint ist ein geschlossenes Format, in dem Menschen und KI-Agenten intensiv kollaborieren, um komplexe Probleme in kürzester Zeit zu zerlegen, Lösungen zu prototypisieren, validieren und direkt operationalisierbar zu machen", erklärt Chris Ehl, Head of Digital Business Innovation bei iteratec, der durch die Grand Challenge führte.

Warum bleibt der wirtschaftliche Erfolg von KI-Projekten bisher oft hinter den Erwartungen zurück? Für Patrick Brandstetter, Product Lead von Aerocompact, einem österreichischen Unternehmen für PV-Unterkonstruktionen, ist das glasklar: „Der konkrete Anwendungsfall in der Industrie ist oft noch zu diffus. KI wird meist nur als isolierter 'Personal Assistant' definiert. Eine abteilungsübergreifende Verankerung fehlt." Allerdings sei entscheidend, nicht eine All-in-One-Lösung über das Unternehmen zu stülpen und damit die gesamte Organisation zu „erschlagen“. Der Schlüssel liege in einer agilen „Zellstruktur" – komplexe Probleme werden in kleinste Aufgaben heruntergebrochen, durch spezialisierte KI-Agenten optimiert und auf übergeordneter Ebene wieder zusammengesetzt.

Das Playbook der „AI-Native Organization": Steuern statt Verwalten
Die Ergebnisse der fünftägigen Arbeit der Grand Challenge wurden in einem praxistauglichen Playbook gebündelt, das für Unternehmen unterschiedlichster Branchen hilfreich sein soll. Eike Wagner, Chief Transformation Designer bei der Change Workout GmbH, fasste die Erkenntnisse mit dem Credo „Die Wertschöpfung ist der absolute Nordstern" zusammen. „Anstatt sich hauptsächlich an technologischen oder strukturellen Änderungen zu orientieren, sollte die Transformation zu einer AI Native Organization vor allem auf der Frage fußen, wie diese am Ende des Tages Mehrwert schafft – für Eigentümer, Mitarbeiter, Kunden, Partner oder Gesellschaft.“

Das Handbook, das von iteratec in Folge zugänglich gemacht wird, definiert ferner vier weitere Kernprinzipien für den optimalen Aufbau einer solchen Organisation: die kontinuierliche Bereitschaft zur Anpassung von Betriebsabläufen an Stelle starrer Strukturen (Continuous Adaptation), eine synergetische Zusammenarbeit von Mensch und KI (Human-AI Workforce), eine modulare und ergebnisorientierte Organisationsstruktur (Modular Organization) sowie bereits direkt in die Workflows integrierte Kontrollmechanismen (Governance by Design). Alle diese Prinzipien richten sich konsequent an der messbaren Wertschöpfung als zentralem Leitstern aus.

Das „AI Nervous System": Die Praxis der zellulären Vernetzung
Michael Maier, Director Austria bei iteratec, präsentiert eine weitere zentrale Erkenntnis der Workshop-Teilnehmer für den Betrieb einer AI-nativen Organisation: „Wenn ein Unternehmen wirklich konsistent auf KI setzt, muss es sich mit der Frage auseinandersetzen, wie es alle Stellen mit den nötigen Daten beliefert.“ Die Lösung sei im Konzept des „AI Nervous System" zu finden: „Wir haben simuliert, wie autonome Zellen innerhalb eines Unternehmens miteinander kommunizieren, Entscheidungen vorbereiten und unter Anleitung von Menschen auch treffen können. Beispielsweise, indem ein Agent die Information eines Lieferdienstleisters zu einer verzögerten Zustellung erkennt und selbstständig mit anderen Abteilungen kommuniziert, um eine Entscheidung über das weitere Vorgehen zu treffen“, so Maier.

Bei der Grand Challenge wurde beleuchtet, welche Folgen die laufende Transformation auf unterschiedliche Branchen hat. „Die Auswirkungen auf die Rechtsbranche sind schon jetzt massiv spürbar", erklärt Rechtsanwältin Daniela Birnbauer von der Kanzlei Schönherr. „Wir werden in den nächsten Jahren eine massive Marktkonsolidierung erleben. Kleinere Kanzleistrukturen stehen vor der existenziellen Herausforderung, ihren Mehrwert jenseits von KI völlig neu zu definieren." Bildungsmanagerin Barbara Czak-Pobeheim sieht ein völlig neues Denken in der Personalführung gefragt: „Führungskräfte und HR stehen vor der Herausforderung, repetitive Prozesse durch den Einsatz von digitalen Agents aufzubrechen und Mitarbeiter durch gezieltes Kompetenztraining, wie das richtige Prompten, auf diese Industrialisierung der Organisation vorzubereiten – immer mit dem Ziel, Effizienz zu steigern, ohne dabei das eigene Denken auszuschalten."

Fazit: Das Ende der reinen KI-Spielerei
Das Credo der iteratec Grand Challenge Vienna ist damit eindeutig: Die Phase des bloßen Ausprobierens ohne wirtschaftlichen Impact ist vorbei. Der Schlüssel zur Überwindung des KI-Produktivitätsdilemmas liegt nicht in noch größeren Sprachmodellen, sondern in der radikalen Neuorganisation der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

 

[1] Vgl. dazu: KI in Unternehmen: Tausende Chefs sehen noch keinen Effekt | heise online

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Mit mehr als 1.000 erfolgreichen Projekten gehört iteratec zu den führenden Experten für digitale Produktinnovation, nutzerzentrierte Softwareentwicklung und KI-Anwendungen.

Als End-to-End Partner für die digitale Transformation von Unternehmen und Organisationen der öffentlichen Hand macht iteratec die Potenziale digitaler Technologien nutzbar und sichert seinen Kunden langfristige Wettbewerbsvorteile in zunehmend digitalen Marktumfeldern. Das Leistungsangebot reicht von der gemeinsamen Innovationsentwicklung über die technische Umsetzung kundenindividueller Softwarelösungen und Systemlandschaften bis hin zu deren Betrieb und kontinuierlicher Weiterentwicklung sowie der Befähigung von Organisationen durch Trainings und agile Methoden. Zu den Kunden von iteratec gehören neben führenden mittelständischen Unternehmen auch DAX-Konzerne sowie verschiedene Institutionen aus dem öffentlichen Sektor. 

1996 in München gegründet, beschäftigt iteratec derzeit rund 500 festangestellte Mitarbeiter:innen und 100 Studierende an acht Standorten in Deutschland, Österreich und Polen. In Österreich hat das Unternehmen über 50 Mitarbeiter:innen. Seit 2019 ist ein Großteil der Belegschaft über eine Genossenschaft an der iteratec GmbH beteiligt.

Weitere Informationen unter https://www.iteratec.com/de/