
Küchenchef Erhard Schober (links) mit Sommelier Dominic Lackner (rechts)
© VILA VITA Pannonia
Pamhagen, XX. September 2026. „Eigentlich beginnt gute Küche bereits dann, wenn ich nach den passenden Zutaten in der Natur suche und mich vom Wald inspirieren lasse”, beschreibt Küchenchef Erhard Schober seine Philosophie. Der gebürtige Steirer war zuletzt Küchenchef im „Voi.bio” in Puch bei Hallein, wo er 2025 drei Hauben für das bekannte Restaurant erkochte. Neben seiner Erfahrung in der gehobenen Gastronomie bringt er auch Eindrücke aus zahlreichen Reisen durch Lateinamerika mit ins Burgenland, was die Gerichte in der „Möwe” besonders auszeichnet. Seine Küche baut auf österreichischen Produkten auf, kombiniert diese aber mit Gewürzen, Techniken und Geschmacksbildern aus Übersee.
Dabei geht es dem 34-jährigen aber nicht darum, möglichst exotische Zutaten in den Seewinkel zu holen: „Viele Aromen, die die Küchen anderer Länder auszeichnen, finden sich auch bei uns vor der Haustür. Das wissen viele aber nicht. Wir müssen wieder lernen, sie zu erkennen”, sagt Schober. Wildkräuter spielen dabei ebenso eine Rolle wie saisonales Gemüse, Produkte aus dem resorteigenen Garten und Zutaten regionaler Produzenten. Internationale Inspiration und regionale Herkunft versteht er also nicht als Gegensätze.
Auf der aktuellen Karte wird dieser Ansatz etwa bei der „Seerose“ deutlich, bei der Seeforelle auf Tigermilch, Yuzu und Bierrettich trifft. Passend zum Herbst gibt es diese Saison auch gebackene Kürbis-Tacos mit Bohnen, Sauerrahm und Manchego-Käse. Bei der Lachsforelle aus den Kalkalpen treffen Fregola Sarda, Szegediner Kimchi und Mangalitza-Lardo aufeinander. Aber auch Klassiker wie das Wiener Schnitzel vom Weidekalb mit Petersilienerdäpfeln bleiben Fans der Hausmannskost erhalten.
Sharing is Caring
Egal ob Mittagessen oder Dinner, die Gäste können selbst entscheiden, wie sie Schobers Küche kennenlernen möchten. Neben einer klassischen À-la-carte-Auswahl setzt die „Möwe” auf ein Sharing-Konzept. Ab einer Anzahl von zwei Personen können Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts zum Teilen bestellt und gemeinsam entdeckt werden.
Das Teilen ist dabei mehr als nur eine Art des Servierens: Das Konzept steht für den Anspruch der „Möwe”, gehobene Küche zugänglich und ungezwungen für alle zu präsentieren. „Mein Team und ich kreieren Gerichte, bei denen man Vertrautes erkennt, aber dann doch von einem Geschmack überrascht wird, den man so nicht erwartet hat“, sagt Schober.
Was auf dem Teller beginnt, setzt sich im Glas fort
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Dominic Lackner auf der Getränkeseite weiter. Der gebürtige Burgenländer kennt das VILA VITA Pannonia bereits seit seiner Lehrzeit. Nach beruflichen Stationen in Westösterreich und der Schweiz kehrte er mit viel Erfahrung aus der Luxushotellerie heuer als Restaurantleiter und Sommelier in seine Heimat zurück.
Neben breit aufgestellten Weinbegleitungen beschäftigt sich Lackner auch intensiv mit alkoholfreien Alternativen. Kräuter, Tees, Säfte und Fermentationen werden dabei zu Ausgangspunkten für neue Kombinationen. Einen großen Teil seiner Zutaten findet er direkt im VILA VITA Pannonia: Wie Schober nutzt auch Lackner die Gärten des Resorts und sammelt saisonale Zutaten teilweise noch am selben Tag in der Natur. So entstehen Begleitungen, die perfekt auf Küche und Jahreszeit abgestimmt sind.
Wichtig zur Einordnung: Alkoholfreie Getränke versteht Lackner nicht als Ersatzlösung für Gäste, die keinen Wein trinken. Vielmehr ist es sein Anspruch, ihnen denselben Stellenwert wie einer klassischen Weinbegleitung zu geben und Gäste für neue Geschmackskombinationen zu begeistern.
„Beim Wein akzeptieren wir ganz selbstverständlich, dass sich hinter einem Glas eine Herkunft, eine Idee und eine Geschichte verbergen. Genau diesen Anspruch habe ich auch bei meiner alkoholfreien Begleitung“, sagt Lackner. „Sie soll ein Gericht nicht einfach abrunden, sondern etwas Eigenes hinzufügen.“
Mehr als nur ein Restaurant
Für Thomas Wilken, Geschäftsführer des VILA VITA Pannonia, sind die Neuzugänge die passenden Bausteine für die Weiterentwicklung des ganzen Resorts: „Erhard und Dominic sind Profis, die sehr genau hinschauen: Was wächst hier, was gibt die Saison her und was lässt sich daraus machen? Gleichzeitig bringen sie viel internationale Erfahrung und eine ganz andere Perspektive mit. Diese Kombination aus Naturverbundenheit, Bio-Qualität und Neugier passt hervorragend zu dem Weg, den wir mit der ‘Möwe‚ gehen wollen.”
Als Teil dieses Weges soll die „Möwe” noch stärker als eigenständiges Restaurant wahrgenommen werden. Das Angebot richtet sich deshalb ausdrücklich nicht nur an Übernachtungsgäste des VILA VITA Pannonia. Tages- und Abendgäste können jederzeit reservieren und Schobers Küche sowie Lackners Getränkekonzepte unabhängig von einem Aufenthalt im Resort kennenlernen.
Eine wichtige Inspirations- und Bezugsquelle für das neue kulinarische Konzept liegt direkt im VILA VITA Pannonia: Der hauseigene Obstgarten mit mehr als 1.000 Obstbäumen liefert Früchte, Kräuter und saisonale Zutaten, die Schober und Lackner in Küche und Getränkekreationen einfließen lassen. Gleichzeitig bleibt die „Möwe” auch ein Ort für Veranstaltungen und Begegnungen. Die Eventreihe „Möwe Vibes“ wird im Winter von einem neuen Format mit wechselnden Gastköchen und Winzern abgelöst. Auch kulturelle Veranstaltungen werden fortgeführt, darunter etwa Lesungen mit Autorin Martina Parker. So soll die „Möwe” über den klassischen Restaurantbesuch hinaus regelmäßig neue Anlässe bieten, nach Pamhagen zu kommen.
Adresse und Öffnungszeiten:
Die Möwe
Storchengasse 1
7152 Pamhagen, Österreich
+43 (2175) 21800
info@vilavitapannonia.at
Mittwoch – Sonntag
Frühstück 07:30 – 11:00 Uhr
Lunch: 12:00 – 14:00 Uhr
Nachmittags am See: 14:00 – 17:00 Uhr
Dinner: 17:00 – 21:00 Uhr
Montag & Dienstag Ruhetag
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