Wiener Neudorf, 28. Oktober 2026 – Die Umzugsbranche zählt aufgrund vieler Fahrtwege und des hohen Verbrauchs von Verpackungsmaterialien zu den Dienstleistungsbereichen mit einem hohen Ressourcenverbrauch. Die allgemeine Entwicklung hin zur E-Mobilität ist für Umzugsunternehmen wie Frachtmeister deshalb von großem Interesse. Das Unternehmen stellt seine Flotte bereits schrittweise auf Elektrofahrzeuge um und zählt mittlerweile drei E-Kleinlastkraftwagen in seiner Flotte.
Trend in Richtung E-Mobilität
Die Elektrifizierung gewinnt auf dem österreichischen Nutzfahrzeugmarkt zunehmend an Bedeutung. Betrachtet man die Entwicklungen der Neuzulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen im Zeitraum zwischen 2021 und 2026, die von AustriaTech unter Berufung auf Statistik Austria veröffentlicht wurden, so zeigt sich insbesondere bei leichten und schweren Lastkraftfahrzeugen ein deutlicher Anstieg. Konkret entwickelt sich die Zahl der batteriebetriebenen leichten Lastkraftwagen von 2.141 im Jahr 2021 auf 20.758 im August 2026. Die Zahl der batteriebetriebenen schweren Lastkraftwagen entwickelte sich im gleichen Zeitraum von 2 hin zu 3361. Die Daten erfassen Nutzfahrzeuge aller Einsatzbereiche und zeigen damit den Markttrend, in dem auch Umzugsunternehmen ihre Flotten weiterentwickeln.
E-Fahrzeuge in der Praxis
Die E-Flotte von Frachtmeister, die seit 2021 schrittweise in das Fahrzeugportfolio integriert wird, umfasst inzwischen drei leichte Lastkraftwagen. Sie bewähren sich besonders im Umzugsbereich, vor allem im Stadtverkehr. Für ihren Einsatz sind neben der Transportmenge insbesondere die Strecken, die verfügbare Ladezeit und der zeitliche Ablauf eines Auftrags entscheidend. Mit einer durchschnittlichen Reichweite von knapp über 220 km finden sie besonders im Nahverkehr Anwendung.
Für Frachtmeister begründete sich die Entscheidung, E-Nutzfahrzeuge schrittweise in den Fuhrpark aufzunehmen, aus ökologischen wie wirtschaftlichen Gründen: Im Vergleich zu herkömmlichen LKWs und Nutzfahrzeugen schaffen die elektronischen Modelle bei geringeren Kosten gleich viel Ladung zu transportieren. E-Nutzfahrzeuge haben zwar einen höheren Anschaffungspreis, dieser amortisiert sich jedoch durch die geringeren Ladekosten im Vergleich zu den Benzinpreisen über einen längeren Zeitraum. Elektrische Nutzfahrzeuge können bei passendem Einsatz also geringere Betriebskosten ermöglichen, gleichzeitig müssen bei der Einsatzplanung die Reichweite und die Nutzlast berücksichtigt werden. Grundsätzlich sind auch Einsätze über längere Strecken möglich, die jedoch eine vorausschauende Routen- und Ladeplanung erfordern. Entscheidend ist, dass geeignete Ladepunkte verfügbar sind und sich die Ladezeiten in den Auftragsablauf integrieren lassen. Bevor sich neben den Kleinlastwagen auch größere E-Lkw in den Fuhrpark einreihen können, muss die Gleichstrom-Ladeinfrastruktur am niederösterreichischen Firmenstandort ausgebaut werden. Erst dann ist der Einsatz von E-Schwerlastkraftwagen realisierbar.
„Bei einem Firmenumzug müssen Fahrzeuge, Personal und Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Elektrofahrzeuge bringen deshalb auch neue Anforderungen an unsere Planung mit sich. Wir prüfen, bei welchen Aufträgen Reichweite, Nutzlast und Ladezeiten zusammenpassen“, erklärt Lukas Minichmayr, Geschäftsführer von Frachtmeister, den strategischen Umstieg.
Umzugsboxen im Mietkreislauf
Neben dem Umstieg auf elektronische Fahrzeuge setzt das Umzugsunternehmen auf langfristig verwendbare Umzugskisten, um auch in anderen Bereichen auf ressourcenschonende Alternativen umzusatteln. „Mit der GoFoxBox nutzen wir Kisten, welche bis zu 500-mal wiederverwendbar sind. Wir möchten schrittweise unsere Arbeit so anpassen, dass wir weniger Müll produzieren”, so Minichmayr.
Die langlebigen Kisten sind nicht nur für Frachtmeister-Umzüge vorgesehen. Auch Privatpersonen steht die aus Kunststoff bestehende Umzugskarton-Alternative zur Verfügung. Frachtmeister verleiht diese dann für den gewünschten Zeitraum, liefert sie an die gewünschte Adresse und holt sie von der neuen Adresse wieder ab. Ergänzend bietet das Unternehmen praktische Umzugspakete an, die neben den Boxen auch weitere Hilfsmittel wie Rollbretter enthalten. „Mit der Vermietung der GoFoxBox möchten wir eine erschwingliche und deutlich stabilere Alternative zu kurzlebigen Produkten anbieten. Als Branchenprofis wissen wir genau, worauf es bei geeignetem Verpackungsmaterial ankommt”, so Minichmayr.
Ausblick in die Zukunft
Die gegenwärtigen Entwicklungen zeigen einen deutlichen Trend zum bewussten Einsatz von Ressourcen. Dieser Trend wird auch in ressourcenintensiven Branchen immer präsenter. „Die Entscheidung, wie ein Umzug gestaltet wird, hängt vom individuellen Anwendungsfall ab. Die Fahrzeuge müssen zur Strecke und Transportmenge passen, und die Boxen müssen nach ihrem Einsatz wieder in den Mietkreislauf gelangen“, erläutert Minichmayr den geplanten Einsatz. „Wir beobachten die Entwicklungen genau und wollen unseren Weg in Richtung praxisgerechter, nachhaltiger Umzüge weiterverfolgen.“