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PM Venionaire Capital: Zu wenig Äpfel gegessen? Healthcare-Branche boomt

Der globale Healthcare-Sektor tritt in eine neue Bewertungsphase ein: Aktuelle Daten der DealMatrix Multiples Plattform zeigen, dass EV/Sales-Multiples, eine Bewertungskennzahl die den Unternehmensumsatz mit dem Unternehmenswert vergleicht, in Nordamerika und Europa die Höchststände aus der COVID-19-Pandemie übertroffen haben: „Der Einsatz künstlicher Intelligenz und eine alternde Bevölkerung lassen den Healthcare-Sektor gerade hochleben und bieten gute Chancen für Investor:innen“, so Berthold Baurek-Karlic, CEO der Venionaire Capital AG.
Wien, 29. April 2026 – Nach einer ausgeprägten Korrekturphase in den Jahren 2022 und 2023, ausgelöst durch steigende Zinssätze, geopolitische Unsicherheiten und eine zunehmende Bewertungsdifferenz zwischen Angebots- und Nachfrageseite, hat sich das Marktumfeld im Healthcare-Bereich deutlich stabilisiert. Der Sektor findet zurück zu alter Stärke und übertrifft momentan sogar Bewertungen zu Zeiten der Covid-19-Pandemie, zeigen Daten der Multiples Plattform Venionaire DealMatrix.


Quelle: DealMatrix Multiples Platform; Median Healthcare EV/Sales Multiples pro Quartal (2015–2025), über alle Finanzierungsphasen hinweg (Pre-seed, Seed, Serie A, Serie B, Serie C, Serie D, Serie E) in Nordamerika und Europa
 
Auf dem privaten Unternehmensmarkt, fernab von Handelsbörsen, ist die Kennzahl ‚Unternehmenswert versus Unternehmensumsatz‘ eine praktische Möglichkeit, Bewertungen trotz oftmals fehlender Gewinne durchzuführen. Nordamerikanische, außerbörsliche Healthcare-Unternehmen werden im Durchschnitt mit einem EV/Sales-Multiple von 4,0x bewertet, während die europäischen Pendants sich zwischen 3,0x und 3,3x einpendeln. Zum Vergleich: Historische Höchststände inmitten der Covid-19-Pandemie bewegten sich bei 3,2x (Nordamerika) bzw. 2,7x (Europa) EV/Sales.

Beide Regionen liegen damit signifikant über den Bewertungsniveaus vor der Pandemie. Diese Entwicklung ist nicht zyklisch getrieben, sondern strukturell fundiert. Langfristige Wachstumstreiber wie alternde Bevölkerungen, steigende Gesundheitsausgaben, fortschreitende Digitalisierung und ein innovativer Markt, vor allem hinsichtlich des zunehmenden Einsatzes von KI in Diagnostik und Versorgung, schaffen ein solides Fundament für nachhaltige Wertsteigerung im Sektor.

„Wir sehen aktuell keine kurzfristige Bewertungsrally, sondern eine Repositionierung des Healthcare-Sektors entlang struktureller Wachstumstreiber“, so Baurek-Karlic. „EV/Sales reflektiert in diesem Kontext nicht nur Umsatz, sondern die Erwartung an Skalierbarkeit, Resilienz und zukünftige Cashflows.“

Der Healthcare-Sektor hat die Bewertungsdelle der letzten Jahre nicht nur überwunden, sondern tritt in eine neue Phase struktureller Stärke ein. Die aktuellen Multiples signalisieren klar: Das Vertrauen der Investor:innen ist zurück – und wird zunehmend durch langfristige Fundamentaldaten getragen.

Europa niedriger bewertet – günstig oder schlechter?
Auffällig bleibt die Bewertungsdifferenz zwischen den Kontinenten: Nordamerika wird weiterhin höher bewertet als Europa. Diese Lücke ist jedoch primär strukturell bedingt und spiegelt Unterschiede in Markttiefe, Kapitalverfügbarkeit und Kostenstrukturen wider und nicht qualitative Unterschiede auf Unternehmensebene.

Für junge, europäische Unternehmen ist Venture Capital oftmals die einzige Möglichkeit zu skalieren. Viele Banken sehen das Risiko bei Scale-Ups noch als zu groß an, um höheres Kapital zur Verfügung zu stellen. An ihre Stelle treten Venture Capital-Akteur:innen – und diese sind größtenteils nicht in Europa zu finden . „Internationale Investor:innen haben großes Interesse an europäischen Ideen und Talenten – im Gegensatz zu ihren europäischen Kollegen, wie es scheint. Daher ist die Vernetzung mit internationalen Investor:innen immens wichtig für europäische Gründer:innen, um die nächste Finanzierungsrunde zu schaffen. Dabei wäre es wünschenswert, wenn vor allem heimische institutionelle Investoren europäischen Gründer:innen mehr Vertrauen schenken würden. Denn letztlich hat ausländisches Kapital auch die Auswanderung in andere Märkte zur Folge, wodurch Europa innovative Ideen verliert. Eine Entwicklung, die keiner von uns sehen möchte“, warnt Baurek-Karlic.
Venionaire Capital AG
Venionaire Capital AG
Die Venionaire Capital AG ist auf Risikokapital- und Private-Equity spezialisiert. Die 2012 gegründete Firma mit Hauptsitz in Wien unterstützt mit seinen Experten laufend Konzerne, mittelständische Unternehmen und Family Offices in komplexen Finanzierungsfragen. Eine besondere Expertise des Hauses liegt in den Bereichen Innovation, High-Tech und Wachstumsunternehmen (Startups). Services reichen in der Nische Venture Capital und Private Equity von Due Diligence, Unternehmensbewertung, Deal-Strukturierung und Fondsmanagement bis hin zu klassischer Transaktionsbegleitung (M&A). Die Partner des Unternehmens investieren selbst regelmäßig über den European Super Angels Club, welcher gemeinsam mit Partnern von KPMG Österreich gegründet wurde. Mehr dazu unter www.venionaire.com