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Finanzierungslücke im Mittelstand verschärft sich: Jedes vierte KMU in Europa unter Druck

© CONDA Capital
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Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen spüren den Druck: Laut eines aktuellen Zukunftsreports des renommierten Trend- und Zukunftsforschers Marcel Aberle berichtet jedes vierte KMU von Schwierigkeiten beim Zugang zu Kapital. Bankkredite gelten zwar für die Hälfte der Betriebe als relevant – tatsächlich genutzt werden sie jedoch nur von 14 Prozent. Eigenkapital spielt mit einer Nutzungsquote von gerade einmal 1 Prozent kaum eine Rolle. Während klassische Finanzierungswege an ihre Grenzen stoßen, gewinnen innovative Ökosysteme deutlich an Fahrt: Der Markt für alternative Finanzierungen, etwa über Plattformen wie CONDA Capital, überschreitet die Milliardengrenze – getragen von 1,7 Millionen privaten Investor:innen. Plattformlösungen etablieren sich dabei nicht als Ersatz, sondern als smarte, flexible Ergänzung zum traditionellen System.
Wien, am 4. Mai 2026 – Der Finanzierungsdruck auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nimmt spürbar zu – auch in Österreich. Laut aktueller Analyse der europäischen KMU-Finanzierungslandschaft durch Zukunftsforscher Marcel Aberle berichten rund 26 Prozent[1] der Unternehmen von erheblichen Schwierigkeiten beim Kapitalzugang. Gleichzeitig zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Bedarf und tatsächlicher Nutzung klassischer Finanzierungsinstrumente.

Diskrepanz zwischen Bedarf und Nutzung klassischer Finanzierungen wächst
So halten zwar rund 50 Prozent[2] der Unternehmen Bankkredite für relevant, tatsächlich greifen jedoch nur 14 Prozent darauf zurück. Auch beim Eigenkapital ist die Lücke signifikant: 12 Prozent sehen darin eine zentrale Finanzierungsquelle, während nur etwa ein Prozent diese effektiv nutzt. In Österreich kommt hinzu, dass die Eigenkapitalquote von KMU mit durchschnittlich rund 32 bis 37 Prozent[3] weiterhin unter international vergleichbaren Werten liegt. Finnland, Deutschland und Schweden führen aufgrund starker Eigenkapitalmärkte, während Portugal, Griechenland und Tschechien die ungünstigsten Bedingungen aufweisen.

„Wir sehen eine strukturelle Verschiebung im Finanzierungsmarkt. Klassische Instrumente stoßen zunehmend an ihre Grenzen, während alternative Finanzierungsformen im österreichischen Mittelstand an Relevanz gewinnen“, betont Daniel Horak, Geschäftsführer von CONDA.

Vor allem das aktuelle makroökonomische Umfeld verschärft die Situation zusätzlich. Das hohe Zinslevel sowie das verhaltene Wirtschaftswachstum führen dazu, dass klassische Finanzierungen nicht nur teurer, sondern auch restriktiver vergeben werden. Für viele Unternehmen entsteht dadurch ein wachsender Handlungsdruck, ihre Finanzierungsstrategie breiter aufzustellen.

Markt für alternative Investments wächst dynamisch
Genau hier setzen alternative Finanzierungsmodelle an. Digitale Plattformen, wie CONDA Capital, ermöglichen es Unternehmen, Kapital außerhalb des klassischen Bankensystems aufzunehmen und gleichzeitig eine breitere Investor:innenbasis anzusprechen. Der europäische Markt zeigt bereits Dynamik: Über 1 Milliarde Euro[4] Finanzierungsvolumen, rund 1,7 Millionen aktive Investor:innen und mehr als 150 regulierte Plattformen verdeutlichen das wachsende Interesse. Gleichzeitig steht dieser Markt – gemessen am gesamten Kreditvolumen – noch am Anfang seiner Entwicklung.
Für Unternehmen bedeutet das konkret mehr Flexibilität bei der Strukturierung von Finanzierungen, etwa über Anleihen, Nachrangdarlehen, digitale Aktien oder Wandelanleihen. Gleichzeitig ist der Zugang zu Kapital über Plattformen wie CONDA deutlich niederschwelliger und effizienter als bei klassischen Finanzierungsformen wie Bankkrediten. Die unternehmerische Kontrolle bleibt zudem im Vergleich zu traditionellen Beteiligungsmodellen häufig besser erhalten.

„Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, Finanzierungen nicht nur zu sichern, sondern strategisch zu gestalten. Wir bieten mit unserer Plattform hier eine sinnvolle Ergänzung, insbesondere wenn Geschwindigkeit, Flexibilität und Diversifizierung eine Rolle spielen“, führt Horak weiter aus.

Unternehmen setzen zunehmend auf neue Finanzierungsmodelle
Die zunehmende Relevanz alternativer Finanzierungsformen zeigt sich insbesondere anhand konkreter österreichischen Anwendungsfälle aus der Praxis. So entschieden sich etwa die Familux Resorts, die eine international positionierte Gruppe von Premium-Familienhotels betreiben, bewusst für eine alternative Finanzierung über die Plattform.
Für Familux Resorts war die Entscheidung für CONDA keine Frage des Kapitalzugangs — den hätten wir auch über klassische Wege sichergestellt. Es ging viel mehr darum, den klassischen Eigenkapitalgeber zu ersetzen, der deutlich höhere Renditeerwartungen mitbringt. Über CONDA konnten wir Wachstumskapital effizient aufnehmen und gleichzeitig unsere Struktur vollständig erhalten“, erklärt Julian Mayer, Co-CEO der Familux Gruppe.
Die Finanzierung wurde innerhalb von nur vier Tagen vollständig abgeschlossen und erreichte ein Volumen von fünf Millionen Euro. Getrieben wurde dieser Erfolg maßgeblich durch die starke Marke sowie die enge Kundenbindung – ein Großteil des Kapitals kam direkt aus der bestehenden Gäste-Community. Diese entschieden sich mehrheitlich für Gutscheinzinsen anstelle klassischer Geldzinsen und reinvestieren damit unmittelbar in die Angebote der Familux Resorts.
Auch das Pharmaunternehmen ProFem, spezialisiert auf Frauengesundheit mit Fokus auf innovative medizinische Lösungen, sieht klare Vorteile in der Nutzung alternativer Finanzierungsinstrumente:

„Wir wollten unsere Finanzierung breiter aufstellen und unabhängiger von einzelnen Kapitalgebern werden. Die Möglichkeit, direkt mit einer Vielzahl an Investorinnen und Investoren zu arbeiten, hat uns nicht nur finanziell, sondern auch strategisch weitergebracht“, so DDr. Marion Noe, Geschäftsführerin von ProFem.

EU-Regulierung treibt grenzüberschreitende Finanzierung voran
Befürwortet wird diese Entwicklung auch durch regulatorische Fortschritte auf EU-Ebene. Mit der Crowdfunding-Verordnung (ECSPR) wurde erstmals ein harmonisierter Rechtsrahmen geschaffen, der grenzüberschreitende Finanzierungen erleichtert und gleichzeitig für mehr Transparenz und Sicherheit sorgt. Bereits heute erfolgen rund 17 Prozent der Finanzierungen länderübergreifend – ein klarer Hinweis auf die zunehmende Integration des europäischen Kapitalmarkts.
Trotz dieser positiven Dynamik bleibt die zentrale Herausforderung bestehen: Die Finanzierung des Mittelstands wird künftig nicht mehr über einen einzelnen Kanal erfolgen, sondern über ein Zusammenspiel unterschiedlicher Instrumente.
„Wir gehen davon aus, dass alternative Finanzierungen in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden. Sie werden das bestehende System nicht ersetzen, aber entscheidend dazu beitragen, die Finanzierungslücke im Mittelstand zu schließen und den Kapitalmarkt insgesamt resilienter zu machen“, so Horak abschließend.
 
[1] Torfs, W. (2023): The EIF SME Access to Finance Index - Methodological Framework. EIF Research & Market Analysis, aktualisiert September 2024.
[2] European Central Bank (2024): Survey on the Access to Finance of Enterprises (SAFE). ECB, Frankfurt am Main.
[3] OeNB / KMU Forschung Austria: Jahresabschlusskennzahlen von österreichischen Unternehmen. Oesterreichische Nationalbank, Wien. Durchschnittliche Eigenkapitalquote der KMU: 36–37% (Durchschnitt), 32% (Median). Abrufbar unter:www.oenb.at
[4] ESMA (2024): Market Report - Crowdfunding in der EU 2024. European Securities and Markets Authority, Paris.
Über CONDA Capital
CONDA Capital ist ein führender Anbieter in der digitalen Unternehmensfinanzierung. Seit 2013 hat das Unternehmen bereits rund 360 Millionen Euro Kapital über alle Plattformen hinweg bewegt, eingesammelt, finanziert und zählt rund 100.000 registrierte internationale Nutzer:innen. CONDA bietet eine breite Palette an Finanzierungs- und Investitionsinstrumenten und stellt das technologische Know-how in Form von White-Label-Lösungen zur Verfügung. Mit dem „Platform-as-a-Service“-Ansatz können Kund:innen eigene Digital-Finance-Geschäftsmodelle und Finanzierungen umsetzen. Die CONDA Capital GmbH wird von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) beaufsichtigt.

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